So
28
Jun
2009
Samstag, das Training der DTM läuft auf vollen Touren, als plötzlich ein Kanaldeckel aus der Verankerung gerissen wird und den Wagen von Markus Winkelhock aufschlitzt. Der Deckel entwickelt sich zu einem Geschoss und verfehlt auf seiner mehre hundert Meter langen Flugstrecke einen Streckenposten nur knapp. Der Posten sowie Markus Winkelhock kommen mit dem Schrecken und einem zerstörten Fahrzeug davon. Das Training wird sofort abgebrochen. Einem Neustart stimmen die Verantwortlichen nur zu, wenn alle Deckel am Ring kontrolliert und sicher sind. Um auf Nummer sicher zu gehen sollen alle Deckel verschweißt werden. Das THW wird um Hilfe gebeten.
Da vor Ort nur ein GKW 1 ohne Schweißgerät in Bereitschaft steht, alarmiert der Einsatzleiter einen GKW 2 aus der Unterkunft, der nur 10 Minuten später auf der Rennstrecke steht. Unter enormen
Zeitdruck werden mehrere Deckel zugeschweißt. Nur 46 Sekunden vor Ablauf der Frist, verlässt das THW die Rennstrecke. Die Veranstaltung ist gerettet, der Verzug wird durch das Streichen und
verschieben von Shows und Rennen wieder ausgeglichen.
Allerdings bleibt auch der Norisring an diesem Samstag von den Wetterkapriolen nicht verschont. Aufgrund eines heftigen Gewitters wird die Veranstaltung erneut unterbrochen. Während man auf eine Wetterbesserung hofft, läuft eine Alarmierung der Berufsfeuerwehr auf. Das THW wird zur Unterstützung mit starken Pumpen benötigt. Die Fachgruppe Infrastruktur und eine Bergungsgruppe rücken aus der Unterkunft ab, der nun am Norisring stehende GKW 2 rückt direkt von der Rennstrecke ab (gesonderter Bericht).
Das Highlight in Form des DTM-Rennens lief tags darauf in geordneten Bahnen ab. Und auch die Nebenserien blieben nun vom Pech verschont. Jedoch kam es zu zwei Überschlägen. Ein Polo landete auf dem
Dach, als er über die Fahrbahnbegrenzung in der Grundig-Kurve steuerte. Ein Seat überschlug sich nach einem Rempler in der S-Kurve.
THW-Helfer konnten bei weiteren Unfällen helfen und in der Startaufstellung auf Tuchfühlung mit Rennfahrern und Prominenten gehen. Alles in allem eine besondere Gelegenheit, sich in der Öffentlichkeit darzustellen und auf die Arbeit des THW aufmerksam zu machen.
Das DTM-Rennen gewann übrigens der Brite Jamie Green für Mercedes-Benz nach einem absoluten DTM-Krimi.
Bilder: Mühlmann, Tauschek