Sa

08

Aug

2009

Nahezu ganzer OV nach Zugunglück im Einsatz

Nach dem Zugunglück am Freitag Nachmittag wurde am  Samstag nahezu der gesamte Ortsverband für Bergungsarbeiten alarmiert. Seit den späten Vormittagsstunden befanden sich zunächst drei Technische Züge sowie drei Fachgruppen im Einsatz.

Lediglich die Fachgruppe Wassergefahren und Beleuchtung befanden sich zunächst nicht im Einsatz.
Nachdem am Vortag die Feuerwehr im Großeinsatz war und bereits in der ersten Alarmphase der THW-Fachberater alarmiert worden war, wurden am Samstag die Einheiten für Bergungsaufgaben angefordert.


Aus bislang ungeklärten Gründen sind am Freitag Nachmittag 14 von 24 Wagen eines Güterzugs im Nürnberger Stadtteil Schweinau entgleist. Ein Waggon kippte zur Seite und riss den Mast einer 20-Kilovolt-Stromleitung um, elf weitere Waggons blieben in Schräglage stehen. Ein Kesselwagen mit Resten einer ätzenden Lauge blieb unversehrt. Am Freitag musste aus diesem Grund zunächst von einer Gefahrgutlage ausgegangen werden. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.


Die Seite des rostbraunen Waggons wurde aufgerissen, große, weiße Kartons quollen aus dem gekippten Container. Der folgende Waggon hat sich den Bahndamm hinauf und quer über den schmalen Fußweg geschoben, der die Bahngleise von den Schrebergärten am Zedernweg trennt. Zwei Schritte weiter steht ein Wochenendhäuschen - unversehrt. Dazwischen der Mast der 20.000-Volt-Stromleitung, der durch die Wucht des Aufpralls auf eine hohe Fichte gekippt ist.


Mit einem Radlader entlud die Fachgruppe Räumen große Papierpacken aus dem umgestürzten Waggon. Die Bergungsgruppen unterstützten den Radladereinsatz mit Spezialgerät und trennten die Seitenwand mit einer Twin-Saw auf. Dabei handelt es sich um eine Spezialsäge mit zwei Gegenläufigen Trennblättern.


Eine weitere Bergungsgruppe war tagsüber mit Baumfällarbeiten beschäftigt, welche nötig wurden um den eingeknickten Hochspannungsmasten zu sichern.


Koordiniert wurde der Einsatz durch die Fachgruppe Führung/Kommunikation. An der Einsatzstelle befand sich während der Arbeiten noch die Werkfeuerwehr der Bahn, Aufräumtrupps der Bahn sowie ein Rettungswagen, welcher die Arbeit der THW-Einsatzkräfte absicherte.

 

In den Abendstunden wurde schließlich noch die Fachgruppe Beleuchtung hinzugezogen, die die Unglücksstelle bis Sonntag morgen ausleuchtete und die Arbeiten der Bahn unterstützte.

 

Bericht Nürnberger Zeitung

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