So
04
Okt
2009
Zahlreiche THW-Helfer verwandelten am frühen Sonntag Morgen die Innenstadt in eine festliche Tafel. Wie 2007, nahmen auch heuer wieder Bürger aus allen Teilen der Bevölkerung an einer langen Tafel Platz, um die Vergabe des Menschenrechtspreises zu feiern.
Für seinen Einsatz für Freiheit und Demokratie in seinem Heimatland war der iranische Bürgerrechtler Abdolfattah Soltani am Sonntag mit dem Internationen Menschenrechtspreis der Stadt
Nürnberg ausgezeichnet worden.
Bei einem Festakt im Opernhaus konnte der Anwalt die Auszeichnung jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Die iranische Regierung hatte ihm zwei Tage vor der Verleihung die Ausreise verweigert -
obwohl er gültige Papiere besaß.
Bei der Friedenstafel selbst gab es auch Gelegenheit, mit Jurymitgliedern und früheren Preisträgerinnen und Preisträgern ins Gespräch zu kommen. Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen
Kulturkreisen spielten an acht Plätzen entlang der Friedenstafel und boten wieder ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Informationen über den Iran und gemeinsame Aktionen zu Beginn und am Ende der
Friedenstafel rundeten das Programm ab.
Die Friedenstafel erstreckte sich vom Hallplatz zum Kornmarkt und entlang der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße bis zum Jakobsplatz.
Möglich machte diese Tafel die Arbeit von zahlreichen Helfern des Technischen Hilfswerks Nürnberg. Mit drei Technischen Zügen und den verschiedenen Fachgruppen wurde Bank für Bank aufgeklappt und
positioniert. Auch ein Radlader war im Einsatz, um das verbringen der Biertischgarnituren zu unterstützen.
Am frühen Abend begann der Rückbau - mit der Beteiligung setzt auch das THW ein Zeichen für Menschenrechte und Menschlichkeit.