Die nächste Bombe …

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Nürnberg,

Das Neubau-Areal Lichtenreuth entwickelt sich zur THW-Dauereinsatzstelle: Gut zwei Wochen nach dem letzten Bombenfund wurde am Mittwoch das nächste Weltkriegs-Relikt im Sandboden entdeckt: eine US-amerikanische 250-Kilo-Fliegerbombe.

Auch diesmal stieß ein Sondierungsteam gegen 13.30 Uhr auf den Sprengköper nahe der Münchener Straße. Er lag in etwa drei Metern Tiefe ziemlich genau in der Mitte zwischen der Dr. Luise-Herzberg- und der Ingolstädter Straße. Die beiden Sprengmeister Christian Scheibinger (Sprengkommando Südbayern) und Sebastian Rupp (Sprengkommando Nordbayern) entschieden, dass die Bombe noch am selben Tag entschärft werden sollte, und legten einen Evakuierungsradius von 450 Metern fest.

Also wurde ein weiteres Mal das erprobte Fliegerbomben-Programm in Gang gesetzt: Platzierung von Übersee-Containern rund um die Fundstelle, befüllen großer Kunststoffblasen in den Containern mit rund 20.000 Litern Wasser – und natürlich jede Menge Licht von den Einsatzkräften des THW Nürnberg. Gegen 19 Uhr begann die Evakuierung, die in diesem Fall vergleichsweise einfach war: In diesem Sperrbereich wohnen aktuell lediglich 370 Menschen – zuzüglich der Gäste eines Hotels, das an der Münchener Straße liegt. Für sie alle richtete die Stadt in der Meistersingerhalle eine Betreuungsstelle ein, zwei VAG-Busse fungierten als Zubringer.

Erst am Abend wurde die Münchener Straße wurde gesperrt, kurz vor 21 Uhr auch der Luftraum über der Fundstelle. Dann machten sich die beiden Sprengmeister daran, den Front- und den Heckzünder des verrosteten, genau 252 Kilogramm schweren Blindgängers zu demontieren. Rund eine Stunde benötigten Christian Scheibinger und Sebastian Rupp dafür. Gegen 22.15 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben, alle Anwohner und Hotelgäste konnten in ihre Domizile zurückkehren.

21 Helferinnen und Helfer des THW Nürnberg waren im Einsatz. Zusammen mit den Kräften der Berufsfeuerwehr und einigen Freiwilligen Feuerwehren sowie von Rettungsdienst, Polizei und VAG waren rund 150 Einsatzkräfte vor Ort, damit dieses gefährliche Weltkriegsrelikt möglichst gefahrlos unschädlich gemacht werden konnte.

Fotos: Grewe

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