Nürnberg, 20.09.2019, von Stefan Mühlmann

Fund einer Fliegerbombe im Stadtgebiet Nürnberg

Nach dem Fund eines Blindgängers aus dem zweiten Weltkrieg im Nürnberger Stadtteil Kleinreuth hinter der Veste wurden 480 Einsatzkräfte alarmiert, um 9000 Bewohner aus der Gefahrenzone zu evakuieren.

Der Blindgänger war auf einem Grundstück in der Lohestraße bei geologischen Untersuchungen gefunden worden. Die amerikanische 450 Kilo-Bombe war mit 250 Kilogramm Sprengstoff gefüllt und verfügte über zwei mechanische Zünder.

Nach dem Fund am Vormittag wurde zunächst der Stab der örtlichen Einsatzleitung einberufen. Nachdem mit dem Sprengmeister der Evakuierungsradius festgelegt worden war, stand auch fest, dass 9000 Bewohner direkt von den Einsatzmaßnahmen betroffen sein werden.

Neben zahlreichen freiwilligen Feuerwehren der Stadt wurde auch das Technische Hilfswerk alarmiert. Drei Technische Züge rückten daraufhin in den Bereitstellungsraum am Bucher Festplatz aus. Eine Fachgruppe war direkt zum Fundort alarmiert worden, um die Ausleuchtung sicherzustellen. Zusätzlich wurde ein Pavillon aufgebaut, um den Arbeitsplatz des Sprengmeisters Michael Weiß und seiner zwei Kollegen vor Wettereinflüssen zu schützen.

Nachdem gemischte Teams von Feuerwehr, Polizei und THW die Evakuierungszone geräumt hatten, konnte Weiß mit seiner Arbeit beginnen und die beiden Zünder entfernen. Nach rund einer Stunde konnten die Arbeiten an dem Sprengkörper abgeschlossen werden. 

Die Bewohner, welche die Zeit teilweise in Notunterkünften oder bei Bekannten verbracht hatten, konnten in Ihre Häuser zurückkehren.

Videobericht Bayerischer Rundfunk


Bilder: Mühlmann/Axmann/Bölter


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